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A(n) (un)typical day · 25. September 2007, 22:11 by flo in

Mal wieder ein (un)typischer Tag heute. Bin wie immer leicht panisch eine Stunde vor dem Wecker aufgewacht. Erstmal Espresso, eine Zigarette und Emails checken. Dazu muss man natürlich vor die Tür gehen, auch weil das WLAN unten im Hof funktioniert, nicht aber in meinem Zimmerchen, welches eigentlich nur 4m höher ist. Das Wetter war großartig, Windböen und Nieselregen. Dann duschen und ab ins Arts Building. Mein Büro sozusagen. Im Economics Department gibt es so Sitzquadrate mit Steckdose, da lasse ich mich meistens nieder. Und dann geht es los. Anzeige angucken, Preis beäugen. Wenn das klargeht erstmal bei Google Maps checken, wo die Bude überhaupt genau ist. Dann überlegen, wie weit das wohl ist. Nummer in die Excel Tabelle packen und direkt erstmal anrufen. Normalerweise schreiben immer alle, dass sie bitte erst nach 5 oder so angerufen werden wollen, aber ich vermute, dass die Leute bis dahin schon so mit Anrufen bombardiert worden sind, dass sie spätestens um 5 das Handy ausmachen. Also auf jeden Fall die Zeit ignorieren. Nach einer Zeit sind alle Anzeigen abgearbeitet. Im besten Fall hat man 1-2 Termine für den Abend vereinbart.
Dann wird es wie Kaugummi. Ab und an kommt eine neue Anzeige, sonst passiert nicht viel. Vielleicht doch mal in das Accomodation Advisory Office gehen und checken, ob da neue Anzeigen ausgehängt wurden. Als ich heute zu letzten Mal geguckt habe, waren immer noch dieselben Anzeigen wie am Samstag am Brett. Da würde ich sechsstellige Beträge wetten, dass die alle schon weg sind.
Also pendel ich zwischen draußen (rauchen), Econ Department (Mails und surfen) und dem Arts Cafe (Kaffee). WLAN gibt’s überall. Bei gutem Wetter vereine ich die drei Dinge vor der Tür.
Wenn man dann seine Termine klar hat, langsam überlegen, wie man da überhaupt hinkommt. Von den Bussen hatte ich ja schon erzählt. Darüber muss ich noch einen einzelnen Artikel schreiben.
Heute ist ein guter Tag bisher. Ich war um 11 bei einer Besichtigung in einer geilen Gegend, der Mann war sehr nett. Ich habe einen schwedischen Studi mitgenommen, habe ihn in der Uni kennen gelernt. Der war echt nett und der zuständige Mensch klang so, als ob wir gute Chancen haben. Er ruft morgen an, wenn wir dabei sind. Die Lage ist supergeil, die Bahn fährt in 3-4min direkt zur Uni. Das wäre einfach traumhaft. Jonas, der Schwede ist auch sehr cool, das wär perfekt. Das Haus ist riesig, 10 Leute wohnen da, phillipinische Krankenschwestern, ein Ire, und keine Ahnung wer sonst noch. Das würde ich sofort nehmen.
Um 2 besichtige ich ein Apartment, indem ich ein Zimmer teilen könnte. Da bin ich skeptisch, aber wenn die Leute cool sind werde ich versuchen, es mir bis morgen Mittag offen zu halten. Um 3 ist der nächste „shared room“ dran. Dann bin ich um 5 bei einem am Telefon sehr netten Iren, wahrscheinlich mein Alter. Das klang auch sehr vielversprechend, vor allem, weil er die Anzeige schon wieder offline genommen hat. Das ständig klingelnde Handy hat ihn wahrscheinlich zu sehr genervt. Um 6 bin ich beim nächsten Viewing, ich habe schon wieder vergessen, was das genau war. Abschließend habe ich noch einen Termin um 7. Zum Glück sind alle in der gleichen Gegend, sonst würde ich das zeitlich nie schaffen.

Ich hoffe, dass ich heute etwas finden werde. Sonst wird es wirklich knapp. Im Moment denke ich nicht ans aufgeben, aber das wird heute abend und morgen früh wiederkommen, wenn ich mit leeren Händen dastehe. Hoffen wir, dass es diesmal anders sein wird.

Comments:

  1. drücke dir die daumen…wird schon irgendwie klappen :)

    — stefan   1594 days ago   #

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