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Johannes, the man from Halifax.

Wordle · 8. February 2009, 23:47 by david in

Großartig geeignet um sich vom Lernen abzuhalten: Wordle

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The OZ: Brisbane to Sydney · 25. February 2008, 09:56 by johannes in

Brisbane:

Martin hatte mich bereits vorgewarnt, dass Brisbane nicht unbedingt die Stadt ist in der man es länger als ein paar Tage aushalten kann, zurecht. Hatte drei Tage in Brisbane und die wurden hauptsächlich damit verbracht im australischen Lonely Planet zu blättern, um die Tour nach Sydney zu planen. Nicht dass man drei Tage braucht, um das zu organisieren, aber Brisbane bietet auch keine allzu interessanten Alternativen, dementsprechend gibts auch keine Bilder von Brisbane. Vielleicht muss man sich nach 3 Wochen in neuseeländischer Kleinstadtidylle auch erstmal wieder an Großstädte gewöhnen. Immerhin mal wieder dazugekommen ein Buch zu lesen, dass noch nicht mal im Entferntesten mit Uni zu tun hat oder Reiseinformationen enthält.

Surfer’s Paradise:

Im Nachhinein definitiv keine gute Idee einen Abstecher nach SP einzuplanen. Auch wenn der Ort mehr oder weniger weltweitbekannt ist, bislang der langweiligste und uninteressanteste Ort an dem ich in den letzten sieben Monaten gewesen bin. Australisches Mallorca, Hotelkomplex neben Hotelkomplex, zwischendrin ein Hostel für die jüngere Backpackerkundschaft, eine kilometerlange Strandpromenade und das wars. Nach zwei Tagen mit Buch auf dem Balkon war ich wirklich froh aus dem Kaff wieder abzuhauen.

Surfer's Paradise

Byron Bay:

Nachdem die ersten beiden Stationen bei mir keinen wirklich guten Eindruck von Australien hinterlassen hatten, war es nun also an Byron Bay mir zu offenbaren warum Australien momentan eines der beliebtesten Reiseziele für unsere Altersgruppe ist. Hatte mich in ein Hostel abseits vom Trubel einquartiert, “eigener” Strand nur zwei MInuten entfernt, äußerst nette und entspannte Leute. Byron Bay ist definitiv eine Ecke in der ich es länger als nur drei Tage aushalten hätte können. In den drei Tagen bin ich viel am Strand gewesen bzw. entlanggelaufen, hab das Cape Byron erkundet, viel geredet und getrunken und Mo Horizons live im Cafe nebenan gesehen. War schön hier!

Belongil Beach Byron Bay

Cape Byron

Cape Byron

Port Macquarie:

Keine Ahnung warum ich eigentlich in Port Macquarie gelandet bin, von Byron Bay nach Sydney sind es mehr als 13 Stunden mit dem Bus. Das war mir zuviel, also musste ich noch einen Flecken Erde in der Mitte finden. Nach kurzer Suche im Lonely Planet fiel meine Entscheidung irgendwie auf Port Macquarie. Im Nachhinein eine sehr gute Idee. Entspanntes kleines Fischernest, sehr gemütliches kleines Hostel, einer der schönsten Strände – dazu menschenleer – und mal wieder nette Menschen. Das die Welt viel zu klein ist hat sich auch hier mal wieder bestätigt. Hab ein bekanntes Gesicht aus Köln getroffen: Karin, Soziologiestudentin, die bis vor einem Jahr für Herrn Friedrichs am Seminar für Soziologie gearbeitet hat. Jaja Köln ist überall!

Rocky Beach Port Macquarie

Koala in Port Macquarie

Sydney:

Nachdem mir zuvor wirklich jeder Australienreisende erzählt hatte, dass Sydney zwar ganz nett sei, aber Melbourne wesentlich schöner wäre, waren meine Erwartungen an Sydney irgendwie nicht allzu hoch. Vielleicht gefällt mir gerade deswegen die Stadt so gut. Mit San Francisco auf jeden Fall eine der schönsten Stadt die ich bereist habe. Traumhafte Lage der Stadt, Wasser, Strand, Bucht sind nie wirklich weit entfernt, perfektes Wetter, Wiedersehen mit einer Reisegefährtin aus NZ. Ein perfekter Abschluss für Australien.

Downtown Sydney

Skyline Sydney

Skyline Sydney

Watsons Bay

Bondi Beach Sydney

Lawn Bowling in Sydney

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Nelson to Christchurch: The South Island · 17. February 2008, 15:27 by johannes in

Mittlerweile bin ich zwar schon seit einer Woche in Australien aber der Ordnung halber nun erstmal noch der zweite Teil von NZ.

Hier schonmal die Routenpunkte:

Fähre – Nelson – Greymouth – Franz Josef Glacier – Queenstown – Lake Tekapo – Christchurch – Flugzeug

Weiß jetzt schon, dass ich NZ nochmal besuchen muss. Musste dank dem doch etwas straffen Zeitplans ein paar Ecken auslassen, die ich gerne gesehen hätte. Dann halt beim nächsten Mal. Bin momentan schreibfaul und dazu ausgeprochen hungrig, deswegen wird wieder wenig geschrieben aber dafür gibts Bilder als Entschädigung.

Abel Tasman National Park

Anchorage

Abel Tasman National Park

Abel Tasman National Park

Queenstown

Queenstown

Queenstown

Unterwegs

Clouds

Southern Alps

Southern Alps

Mount Cook

Lake Tekapo

Lake Tekapo

Dunedin

Otago University

Christchurch

Duck

P.S. Viel Erfolg für die Klausuren!

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12000 feet · 6. February 2008, 16:13 by johannes in

Dank Weihnachten, meinen Geschwistern und meinen Eltern wurde ich gestern aus 12000 feet Höhe aus einem Flugzeug geschubst. Vielen Dank dafür!!!!

Vorher:
Skydive Queenstown

Frisch eingekleidet
Skydive Queenstown

Einsteigen:
Skydive Queenstown

Abflug:
Skydive Queenstown

Auf dem Weg nach unten:
Skydive Queenstown

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Auckland to Wellington: The North Island · 6. February 2008, 16:01 by johannes in

Die Routenpunkte der Nordinsel

Auckland – Coromandel Peninsula – Whitianga – Waitomo – Rotorua – Taupo – Wellington – Fähre

Da ich weiß, dass ihr gerade alle schön fleißig am lernen seid und wahrscheinlich die meisten von euch sofort die Ordner gegen ein Flugticket eintauschen würden und lieber in der Sonne sitzen würden anstatt in der Bib vor sich hin zu studieren, gibts hier zur Aufmunterung ein paar Punkte warum auch das Reiseleben so ab und an so seine kleinen Schattenseiten hat.

1. Man ist dem teilweise grauenhaften Musikgeschmack und den nicht wirklich unterhaltsamen Geschichten der semi-psychopathischen Busfahrer hilflos ausgeliefert.
2. Schon mal mehrere Sandfliesbisse auf einem frischen Sonnenbrand gehabt!?
3. Schon mal versucht einen 18kg Rucksack durch die Gegend zu tragen, wenn man sich am Tag zuvor den kompletten Rücken in der Sonne verbrannt hat!?
4. In eurem Zimmer schnarcht keiner, niemand knirscht mit den Zähnen, keiner redet im Schlaf, keiner entledigt sich irgendwelcher Körperflüssigkeiten!
5. Auch mein Wecker klingelt momentan zwischen 4:45 und 7:00, ausschlafen gabs bislang nur zweimal.
6. Hier gibts tückischen, für Fußgänger lebensgefährlichen Linksverkehr!
7. Bier hat hier zumeist nur 4 %.

Hhhhmmm, mehr Unangenehmes fällt mir leider nicht ein. Ach ja und ansonsten ist es einfach nur unfassbar schön hier. Und als Beweis gibts ein paar Bilder:

Cathedral Cove

Cathedral Cove

Hot Water Beach

Huka Falls

Taupo

Tangariro Crossing

Tangariro Crossing

Tangariro Crossing

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California · 20. January 2008, 14:51 by johannes in

Nächste Etappe: Westküste der Staaten. In Vancouver hatten wir ein bisschen das Glück auf unserer Seite, denn einen Tag bevor wir abgeflogen sind, wurden alle Flüge nach San Francisco wegen Unwetter gestrichen. Bei uns gabs keine Probleme und San Francisco empfing uns mit angenehmenen 18° und Sonnenschein. Sollte allerdings der einzige schöne Tag bleiben. San Francsico ist mit Sicherheit eine der schönsten Städte die ich bislang gesehen habe. Charakter und Atmosphäre der Stadt passen einfach. Viele schöne alte Gebäude, traumhafte Wohnviertel, steile Straßen, wie man sie aus den Filmen kennt, dazu die Wahrzeichen der Stadt, die man als Tourist auf jeden Fall besuchen sollte. Am ersten Tag haben wir nicht viel gemacht lediglich die Umgebung erkundet und versucht aus den Angeboten der Mietwagenfirmen schlau zu werden. Zweiter Tag mit einem Österreicher und einer Kanadierin mit dem Ösi seinem Mietwagen durch die Stadt gefahren. Height Ashbury – ein ehemaliges Hippieviertek mittlerweile unglaublich schön zum wohnen – besucht und die Golden Gate Bridge überquert. Leider kein allzu schönes Wetter, so dass der Blick von der anderen Seite auf San Francisco nicht wirklich Postkartenqualität hatte. Nächster Tag Alcatraz, definitiv ein interessantes Erlebnis. Anschließend Fisherman’s Wharf – absolutes Touristenzenrum und von den Einheimischen gemieden – danach Little Italy inklusive Einkauf im italienischen Spezialitätengeschäft (lecker) und Chinatown. Vierter Tag Golden Gate Park, Japanese Tea Garden nochmals Golden Gate Bridge und abends nach San Jose zum Eishockeyspiel San Jose Sharks vs. Vancouver Canucks. Da sich die Amis mehr für Football und Baseball interessieren waren die Karten deutlich günstiger als in Kanada wo Eishockey Nationalsport ist.

San Francsico

San Francsico

San Francisco

IMG_2253

Am nächsten Morgen dann mit dem Mietwagen raus aus San Francisco die Westküste runter Richtung Santa Barbara. Sobald wir die Stadtgrenzen San Franciscos hinter uns gelassen hatten strahlend blauer Himmel und eine beeindruckende Landschaft. Der Highway # 1 schlängelt sich über mehrere hundert Kilometer einfach nur an der Küste entlang. Meistens nur wenige Meter vom Abgrund und dem Pazifik entfernt. Die Strecke macht dementsprechend viel Spaß zu fahren. Mittagspause in Santa Cruz, kleines Surferörtchen an der Küste. Den Jungs ein bisschen beim Wellenreiten zugeschaut und dann weiter Richtung Santa Barbara. Eine Nacht im Auto übernachtet, wusste gar nicht, dass es so schwierig ist einen schönen Platz zu finden, wo man sein Auto zum schlafen abstellen kann. Morgens dann zum Frühstück auf einen Hügel mit teuren Villen und traumhaften Blick über Santa Barbara. Anschließend dann auf den Weg nach Las Vegas. Die Fahrt nach Las Vegas war noch nicht mal ansatzweise interessant. Irgendwann fährt man einfach nur noch geradeaus durch die Wüste. Mittlerweile weiß ich dann auch einen Tempomat zu schätzen. Abends dann Ankunft in Vegas.

Westcoast

Westcoast

Westcoast

Santa Cruz

Einfach nur eine perverse Stadt, alles leuchtet, blinkt und flackert. Alles total übertrieben und pompös aber trotzdem interessant anzuschauen. Zumindest für ein zwei Tage. Glaube länger kann man es da nicht aushalten, außer man hat viel zu viel Geld dabei und kann sich die Zeit im Casino vertreiben. Aus Zeitgründen musste leider unser Pokervorhaben abgesagt werden. Dafür hab ich innerhalb von fünf Minuten $ 40 beim BlackJack verloren. Das ging deutlich schneller als erwartet, aber was will man machen, wenn der Dealer sich bei acht Händen viermal “21” zumischt!? Tags darauf gings dann wieder zurück nach Kalifornien Richtung Los Angeles. Unterwegs nochmal im Auto gepennt und dann morgens am Flughafen das Auto zurückgegeben, insgesamt haben wir in 3 Tagen stolze 1100 Meilen zurückgelegt.

The Mirage Las Vegas

New York New York Las Vegas

Bellagio Las Vegas

Los Angeles ist erstmal einfach nur riesig. Vom Flughafen bis zum Hostel haben wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln über 3 Stunden gebraucht. Und das lag nicht daran, dass der Flughafen oder unser Hostel am Arsch der Welt gelegen wären. Generell wird LA definitiv nicht meine Lieblingsstadt. Auch wenn es hier ein paar nette Ecken gibt, so ist man einfach zu sehr an einen fahrbaren Untersatz gebunden. Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel kann man vergessen und Laufen ist auch keine gute Idee. Zum Glück konnten wir uns wieder an jemanden mit einem Mietwagen ranhängen. Einmal die Touristentour durch Hollywood, Beverly Hills, Bel Air auf der Suche nach den Häusern von bekannten Hollywoodgrößen. Man sieht zwar nie wirklich viel, außer den großen Toren und den Überwachungskameras die einen freundlich angrinsen, aber trotzdem Spaß gemacht. Zum Sonnenuntergang dann rechtzeitig am Santa Monica Beach angekommen. Auch wenn LA nicht so spannend war wie erwartet, so hat das Hostel doch wieder einiges wettgemacht. Viele lustige Menschen und ein super Unterhaltungsprogramm. Einen Abend gabs Open Mic Night; normalerweise prügeln sich da ja die Besoffenen darum wer Wonderwall oder Sweet Cild of Mine ins Mikro gröhlen darf, nicht aber in LA. Das halbe Hostel bestand aus Leuten, die in LA ihr Glück als Künstler versuchen wollen. Dementsprechend gabs eine richtig gute Show. Nächster Abend Comedy Night, zehn aufstrebende junge Comedians gaben sich die Ehre und haben das internationale Publikum für umsonst unterhalten, ebenfalls viel zu gut für ein normales Hostel.

Walk of Fame

Hollywood Sign

Santa Monica Beach

Santa Monica Beach

Ansonsten haben sich in LA Marcs und meine Wege wie geplant getrennt. Er nach San Diego und ich nach Auckland. Also ab jetzt alleine unterwegs, mal schaun wie das so wird…

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Unexpected difficulties · 20. January 2008, 14:47 by johannes in

Seit dem Jahreswechsel ist meine Bankkarte abgelaufen, denn gütigerweise hat mir die Deutsche Bank im Mai eine Karte ausgestellt, die volle sieben Monate gültig ist, sehr clever. Bemerkt hab ich das allerdings erst in Victoria, als sich der Automat geweigert hat mir Geld zu geben. Soweit so blöd, die neue Karte lag zu Hause in Köln in der Post, also Martin beauftragt, das Kärtchen nach LA zu schicken. Zeitlich sollte das ja eigentlich klappen: 12 Tage bis ich in LA wieder aufbrechen muss und laut Post dauert es nur 3-5 Tage für einen Standardbrief. Bis LA fleißig die Kreditkarte belastet und von Marc Bargeld bekommen. Soweit kein großes Problem, dachte ich zumindest. Bei der Ankunft in LA im Hostel hat sich dann auch meine Kreditkarte als Zahlungsmittel verabschiedet, Limit ausgereizt. Wär ja eigentlich kein Problem, schließlich sollte meine neue Karte schon eingetroffen sein. Also Mailbox durchwühlt aber nix gefunden, an der Rezeption nachgefragt, auch nix, prima. Aber nun gut, man lässt sich ja nicht so schnell entmutigen. Im Internet schnell rausgefunden, dass es die Deutsche Bank auch in LA gibt. Also dahin, bin aber schon am EIngang gescheitert, An der Rezeption meinten die schon, dass das keine Filiale für Privatkunden sei, und die mir keine Karte ausstellen könnten. Aber vielleicht die Bank of America, die Kooperationsbank der Deutschen Bank. Nächster Halt Bank of America, aber auch hier die gleiche Antwort, Karte gibts nicht, das müsste über die Deutsche Bank in Deutschland laufen. So langsam wurds dann nervig, nichtsdestotrotz musste ja was passieren. Also zurück ins Hostel Deutschland anrufen und nachfragen wie die sich das vorstellen. Dank Zeitverschiebung hab ich den guten Jungen bei der 24 Stunden Hotline nachts um 3 aus dem Schlaf gerissen. Dementsprechend gutgelaunt und hilfsbereit war er dann auch. Bei der Frage ob die mir eine neue Karte zuschicken könnten kroch sein Entsetzen praktisch durchs Telefon. Das würden sie NIE machen, da alle Karten auf dem Postweg verloren gehen würden. Ahja, vielleicht die Erklärung warum der Brief von Martin noch nicht angekommen ist. Trotzdem irgendwie schwer vorstellbar, wie jemand alle Briefe nach Bankkarten absucht aber trotz mehrfachen Nachfragens blieb er dabei, keine Karte für mich per Postweg. Alternativvorschlag seinerseits Bankkonto in LA eröffnen und Geld transferieren. Bei zwei verbleibenden Tagen in LA allerdings für mich nicht praktikabel. Und das Ende der Geschichte? Hab jetzt das Konto und die Bankkarte von Marc in Beschlag genommen, der zum Glück sein Deutsche Bankkonto außer für die Reise nicht braucht. Wenn ich allein unterwegs gewesen wäre, wärs wohl eine deutlich kürzere Around-the-Worldreise geworden…

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Go West! · 10. January 2008, 11:14 by johannes in

Eigentlich dachte ich schon, dass die Zeit In Halifax schnell vergangen wäre aber mit dem Rucksack auf dem Rücken und von Stadt zu Stadt tingelnd fliegt die Zeit geradezu vorbei. Aber von vorne. Vor zehn Tagen hab ich mich von Halifax gen Vancouver verabschiedet. Die letzten Tage in Halifax waren – mal abgesehen von Weihnachten – hauptsächlich mit Reiseplanung und Verabschiedung von den letzten verbliebenen Deutschen gefüllt. Samstag früh dann um 3 Uhr aufgestanden, um rechtzeitig um 5 Uhr am Flughafen zu sein, was ein Spaß. Dafür hat mich der Shuttlebus direkt nochmal an allen wichtigen und interessanten Orten in Halifax vorbeigefahren, mit denen ich Erinnnerungen der letzten vier Monaten verbinde, schöner Abschied.

Ankunft Vancouver, man könnte meinen, dass der Flieger irgendwo falsch abgebogen ist und mich direkt in Asien abgesetzt hat, 80 % Asiaten am Flughafen und im Shuttlebus. Vancouver selbst ist eine ziemlich umtriebige Stadt, gerade in Downtown ist immer Leben auf der Straße. Unser Hostel lag auf einer der belebtesten Straßen, umgeben von Kneipen und Clubs. Mein Reisebegleiter Marc musste einen kleinen Umweg über Seattle nehmen, so dass ich den ersten Tag noch mehr oder weniger allein unterwegs war. Bin zusammen mit einer Australierin zur Simon Fraser University gefahren. Das Besondere an der Uni ist, dass sie ca 25 Kilometer außerhalb auf einem Berg liegt. Von dort hat man einen sensationellen Blick auf Downtown Vancouver, auf die schneebedeckten Berge die im Norden von Vancouver in den Himmel wachsen. und auf das Hinterland. Generell ist die Lage von Vancouver ziemlich beeindruckend. An fast allen Seiten umgeben von Wasser und quasi direkt nebenan schneebedeckte Berge. Zweiter Tag dann mit Marc in den Stanley Park – Vancouvers grüne Lunge direkt neben Downtown und genauso groß – und ins Vancouver Aquarium.

Downtown Vancouver

Waterfront Vancouver at Night

Abends Silvester, da hier alle Clubs zum Jahreswechsel absolute Schweinepreise verlangen um überhaupt reinzukommen, haben wir uns im Hostel mit einer ganzen Horde Australiern zusammengetan. Kurz vor zwölf dann raus auf die Straße. Bei einem asiatischen Bevölkerungsanteil von über 25 % hätte ich eigentlich erwartet, dass die mit dem Feuerwerk die halbe Stadt in die Luft jagen, aber Pustekuchen. Eine beschissene Rakete haben wir gesichtet. Anscheinend warten die mit dem Feuerwerk bis der chinesische Kalender das neue Jahr einleitet. Nächster Tag noch leicht verkatert Richtung University of British Columbia. Riesengroßes Areal, traumhaft gelegen – 5 Minuten bis zum Pazifik – aber von den Gebäuden auch nicht viel spannender als die Uni Köln. Also 200 Stufen runter Richtung Wreck Beach. Im Sommer wohl einer der Treffpunkte zum alternativen Feiern. Nur doof wenn man dann das andere rechts nimmt und deswegen zwei Stunden einen Adventuretrail entlang wandert / klettert / rutscht. Nachdem wir zwei Sackgassen erkundet hatten und fluchend unseren Weg durch die Wildnis bahnten war dann auf einmal der Weg weg, einfach weg. Deswegen Querbeet durchs Gestrüpp und irgendwie doch noch einen anderen Weg zurück zur Straße gefunden. Oben an der Straße dann folgendes Schild:

Adventure Trail to Wreck Beach

Adventure Trail to Wreck Beach

Wär vielleicht sinnvoll, das auch auf der anderen Seite des Trails aufzustellen. Meine Schuhe kann ich wahrscheinlich dem nächsten Obdachlosen vermachen, die hier in Vancouver alle 10 Meter nach Wechselgeld oder Zigaretten fragen. Generell gibts ein paar Gegenden hier, die ziemlich verrufen sind und die man besser nicht betreten sollte. Gut wenn man vorher weiß wo diese Ecken sind, blöd wenn man trotzdem nachts auf einmal mitten in dem Viertel steht, weil man noch unbedingt Chinatown bei Nacht sehen wollte. Aber nix passiert. Am Abschlusstag nochmal Downtown erkundet und nachmittags mit dem Bus nach Victoria, Vancouver Island.

Victoria ist bislang die schönste Stadt die ich hier in Nordamerika gesehen habe, zumindest was den Baustil angeht. Viele alte schöne Häuser, kleine Straßen, Da wir nur zwei Tage hatten, sind wir praktisch von morgens bis abends / nachts auf den Beinen gewesen. Dank Lanzeitbelichtung sind ein paar nette Bilder entstanden.

Downtown Victoria at Night

Downtown Victoria at Night

Downtown Victoria at Night

Außerdem noch im British Columbia Royal Museum gewesen, bisschen Kultur schadet ja auch nicht unbedingt.

Nächster Stopp Nanaimo, ebenfalls Vancouver Island. Allein die Zugfahrt dorthin war schon recht nett. Zug fährt hier maximal 80 km/h, so dass man die Landschaft genießen kann, die draußen an einem vorbeizieht. In Nainamo, den ersten halben Tag erstmal die Füße hochgelegt, Wäsche gewaschen, Emails geschrieben und den Tischkicker belagert. Zweiter Tag für unverschämt viel Geld ein Auto gemietet und raus aus der Stadt. Dank Tipps eines Hostelmitbewohners ein, zwei abgelegenere Ecken entdeckt.

Pipers Lagoon Park

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Anschließend noch 100 km direkt an der Küste entlang gefahren, sehr schön, aber ohne Wasser von oben wahrscheinlich noch schöner. Kurzer Abstecher Richtung Mount Washington (> 2700m). Doch knapp zwei Meter Schnee neben der Straße und freundliche Hinweisschilder, dass Schneeketten Pflicht sind, haben uns und unseren Mietwagen mit All-Season Reifen zum Umdrehen gezwungen, aber wenigstens nochmal Schnee gesehen. Heute dann Nanaimo selbst abgelaufen. Absolutes Rentnerparadies, zumindest zu dieser Jahreszeit, aber auch wieder schöne Lage, Ozean vor einem und schneebedeckte Berge im Rücken. Abends dann zurück nach Vancouver zum Flughafen. Unser Flug nach San Francisco geht um 7:25. Würde sich also nicht wirklich lohnen eine Nacht im Hostel zu verbringen, deswegen sitzen wir hier seit 6 Stunden, vertreiben uns die Zeit mit Filme schauen, Emails schreiben, Fotos tauschen usw. Mittlerweile ist 5 Uhr, noch 2 1/2 Stunden bis Kalifornien, Vorfreude pur, trotz Unwetter oder was da gerade sonst genau vor sich geht…

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