Martin reporting from Dunedin, NZ.
Kia ora · 10. June 2006, 16:59 by
Bin gerade rechtzeitig zur WM gestern in Auckland angekommen. Konnte die letzten drei Wochen leider nicht schreiben, da es in West Australien kaum Menschen geschweige denn Internetzugang gibt, und wenn dann extrem langsam und teuer…dafuer gibts jetzt alles ausfuerlichst und bis ins klitzekleinste Detail…also…was bisher geschah:
Ich glaube als ich das letzte Mal geschrieben habe, war ich gerade wieder in Perth angekommen…bin dann auch ueber eine Woche in da geblieben, weil das Hostel in dem ich gelandet bin und die anderen Leute da wirklich super waren. Viel spektakulaeres habe ich allerdings nicht gemacht – bin mit einem Canadier, Marc, und einem Italiener, Moreno, fast jeden Tag zum Strand Surfen gefahren, haben danach auf den Sonnenuntergang gewartet, und zuruek im Hostel gabs dann vom Chef BBQ bis zum abwinken.
Irgendwann wurde es aber ziemlich kalt in Perth und damit Zeit nach Norden aufzubrechen, was nach der sehr schoenen Zeit da schon ein bisschen schwer fiel. Martina und Moreno haben mich die ersten Tage mit ihrem Van mitgenommen. Ziel war der Pinnacles Desert National Park – eine mit Emus und Kaengurus bevoelkerte Wuestenlandschaft, gespickt mit ganz vielen seltsamen Felssaeulen – sah ziemlich unwirklich aus.
Danach gings dann weiter nach Geraldton, ein unglaublich tristes und langweiliges Fischernest, wo ich Eva und Chris getroffen habe, mit denen ich dann, die Italiener im Schlepptau, weiter nach Norden bin. Die beiden haben da in einer Meatfactory gearbeitet und den ganzen Tag so nette Sachen wie Innereien sortieren und Beine von gerade geschlachteten Kuehen abtrennen gemacht (“gewoehnt man sich voll schnell dran”)...uaarrgh…nee danke, nix fuer mich, und das waren noch die harmlosesten Sachen.
Sind dann so schnell wie moeglich da weg und nach Monkey Mia gefahren. Der Ort besteht eigentlich nur aus einer wunderschoenen Bucht und einem fetten CampingResort, das wir aber nicht bezahlen wollten und uns deshalb einfach rein geschlichen haben, was auch niemand bemerkt hat. Es folgten drei extrem relaxte Tage, die wir die meiste Zeit in dem ‘next-to-the-beach-open-air-whirlpool’ verbracht haben – meine persoenliche Tagesbestleistung und damit Monkey-Mia-Weltrekord liegt bei ueber sechs Stunden…Affen gabs da uebrigens keine, dafuer aber eine Gruppe Delfine, die jeden Morgen ganz nah an den Strand kam – und leider auch jeden Morgen von einer bis an die Zaehne mit Kameras bewaffnete Gruppe von ca. 30, vornehmlich asiatischer Touris empfangen wurde.
Naechster Halt war Coral Bay, wieder eine idyllische Bucht und Ausgangpunkt fuer das Ningalooreef, das den Ruf als schoenstes Riff und eines der besten Tauchgebiete Australiens hatte – zurecht! Zwar waren die Korallen schon ziemlich tot udn deshalb meistens grau, aber was dort an Fischen rumschwirte war krass, hab Manta Rays, Reefsharks und Dugongs gesehen, nur ein\zwei Meter weit weg – wahnsinn! Hier hab ich mich dann von den Anderen getrennt, weil die noch laenger da bleiben, ich aber noch nach Broome wollte.
Zwei Italiener (schonwieder ;) haben mich dann nach Broome mitgenommen. 1400 km lagen vor uns, die wir an einem Tag fahren wollten. Hat auch geklappt, problem war nur, dass mit Einbruch der Dukelheit auf den Highways auch viele, stark suizid-gefaerdete fette Kaengurus entlang huepfen. Haben das anfangs nicht so ernst genommen, aber zwei Vollbremsungen spaeter sind wir dann die letzten 200 km nur noch mit 50 gefahren. Nach 16 Stunden (gefuehlte 186 Stunden; ganze 13 Autos sind uns entgegenkommen!) sind wir dann aber heil in Broome angkommen und alles war gut – erstmal. Das Auto wollte neamlich nicht mehr weiter – Batterie und Zuendung im Arsch, die Italiener um 500 Dollar aermer (und ich kann jetzt minutenlang auf Italienisch und in verschiendenen Dialekten fluchen ;).
Broome ist ein kleines Oertchen (fuer Australier also Grossstadt und Weltmittelpunkt) mit schoenem Strand, perfektem Klima und super Wellen. Die letzten Tage hab ich dann nochmal faul am Strand oder in den Wellen verbracht.
Und dann wars das auch schon mit Australien, haette gerne noch mehr Zeit gehappt. Jeder dem ich erzaehlt hab, dass ich nur drei Wochen bleibe hat mich ganz entsetzt angeschaut. Aber freue mich auch auf Neuseeland jetzt.
Sitze hier gerade in nem Internetcafe und hab noch ueberhaupt gar keinen Plan. Hab mit gerade den Lonely Planet gekauft und schau nachher mal wo ich hier noch so hin fahre.
Hab dann gestern erstmal vier Englaender aus meinem Dorm ueberredet mit mir aufzubleiben und das Spiel zu schauen, um 4 Uhr morgens. Die Zeit bis zum Anpfiff haben wir uns mit Biertrinken vertrieben und dementsprechend gehts mir heute auch. Und heute wirds noch schlimmer, da England spielt und alle sind ganz aufgeregt. Das Spiel ist hier um ein Uhr nachts – perfekte Zeit also, das wird fett!!! Die Locals interressiert die WM kein Stueck hab ich den Eindruck, WM-Stimmung gibts nur bei den Backpackern, bei denen dafuer aber umsomehr!!! Aber was sag ich – bei euch gibts wahrscheinlich schon laengst kein Halten mehr!
Also, dann machts mal gut und erzaehlt mal was so zu Hause passiert.
Viele liebe Gruesse, Martin
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FOTOS!!! · 10. June 2006, 16:26 by
...gibts auch in groesser, dafuer eines von den kleinen Fotos rechts unter der Leiste anklicken..

Hab auch endlich Unterkunft. In diesem Haus werde ich mit noch 5 anderen Studis in Dunedin wohnen

mit einem von beiden sind wir gefahren…jetzt ratet mal…
Richtig, leider.

Der Kombi von Eva und Chris. Fuer ein paar Tage mein gemuetliches und komfortables zu Hause – war zu faul das Zelt aufzubauen

Zum Greifen nah…

Der Pinnacles Desert NP. Sieht ein bisserl aus wie ne Star Wars Kulisse…


stellt euch das neunzih grad nach rechts gekippt vor…habs irgendwie nich hingekriegt…


Haha!!!

Thumps up!! Marti und Moreno haben mich dann mit ihrem mit allem Luxus ausgestatteten Van mitgenommen. Leider konnte man aber nur 80 fahren, da sonst der Motor ueberhitzte…es waren laaange Fahrten..

Nach einer sehr schoenen Woche gings dann weiter…bisschen traurig wars ja schon.

Ach ja…schoen! Die Sonnenuntergaenge an der Westkueste sind schon…schoen.

Nee, das Foto ist nicht gestellt… ;)


Auf dem Weg zum Strand…

Martina und Moreno, die beiden Italiener, die mich mitgenommen haben.

Nochmehr Leute aus dem Hostel – Marc und Christine (DEN)

Martina (I), Mark (CAN) und ich abends im OneWorldHostel in Perth.


Trotz relativ beeindruckendeR Skyline hat Perth kein wirklich grossstabt maessiges Flair…mehr das eines grossen, zu schnell gewachsenen Dorfes.

Fremantel – halbe Stunde von Perth: Der erste Blick aufs Meer in Australien!! Nicht der schlechteste.
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