School's out for Summer · 4. December 2007, 09:58 by
ich weiß, dafür werde ich mir einige Antipathien einhandeln, aber seit Donnerstag ist der Vorlesungsteil des kanadischen Semesters beendet. Alle Assignments, Hausarbeiten und Gruppenprojekte sind geschrieben und abgegeben, die Präsentation gehalten. Jetzt warten nur noch drei Abschlussklausuren in den nächsten beiden Wochen auf mich. Also, zusammenfassen, auswendig lernen, Klausur schreiben und dann wieder von vorne, zusammenfassen,... Sollte aber kein allzu großes Problem sein, da die nur noch 30 % der Gesamnote ausmachen. Der Großteil ist also geschafft. Tja, und dann stehen mir knapp vier unifreie Monate bevor. So langsam kommt die Vorfreude auf die weitere Reise durch. Was den Sommer angeht hab ich mir jetzt mal kleine Wettervorhersageprogramme für alle weiteren Stationen installiert:
Zum Vergleich:
Halifax: gefühlte Temperatur = – 20°, 15cm Schnee, Glatteis und viiiel Wind, hat aber den Vorteil, dass man das Bier nicht mehr in den Kühlschrank stellen muss, sondern einfach auf der Veranda stehen lässt…
Vancouver: 0°
San Francisco: 18°
Auckland: 24°
Sydney: 28°
Denpasar: > 30°
Schöne Aussichten, ich hoffe das bleibt auch so. Ansonsten beginnen so langsam auch schon die Reisevorbereitungen: Überlegen wie meine überschüssigen Klamotten am besten und vorallem am günstigsten wieder zurück nach Deutschland kommen (UPS, FedEx und Co wollen für ein Paket über den Atlantik über $500, neee is klar), Hostel für Silvester buchen, Bücher an die Uni zurückverkaufen, Australisches Visum beantragen, Jugendherbergsausweis organisieren und und und. Momentan sind wir am überlegen ob wir von Vancouver nach links Richtung Pazifik oder nach rechts in die Berge wollen. Zwei, drei Tage Snowboarden in Whistler würden mir ganz gut passen, aber mal schaun was kommt.
Ansonsten verführt der von der Hypothekenkrise gebeutelte Dollar zu selbstgemachten, vorzeitigen Weihnachtsgeschenken. Nachdem mein iPod nach knapp vier Jahren Dauerbetrieb nur noch eine Batterielaufzeit von zwei Stunden hat (bei Kälte halbiert sich das dann nochmal) musste – Vernunft hin oder her – Ersatz besorgt werden:
Tolles Spielzeug und dazu so klein.
Aber nicht das einzige verfrühte Weihnachtsgeschenk. Freitag hatte ich mich noch lautstark und ausführlich mit meinem Vater über deutsches Beamtentum und Bürokratisierungswahn ausgelassen. Anscheinend hat das Studentenwerk Thüringen das mitbekommen und es sich zu Herzen genommen, denn 12 Stunden später flattert bei meinen Eltern ein Brief ins Haus mit der freundlichen Nachricht, dass mir wider Erwarten Auslandsbafög zugesprochen wird!? Ich hab wirklich keine Ahnung, wie die nach über 2 Monaten doch noch auf die Idee kommen mir Geld zu geben, aber gut, bevor ich mich schlagen lasse nehm ich das doch gerne.
So, die Bücher rufen. Aber lernen kann auch teilweise unterhaltsam sein, zumindest wenn man solche Anekdoten in seinen Lehrbüchern findet. Dass die Nordamerikaner recht sorgfältig sind, was Bedienungsanleitungen und Produktbeschreibungen angeht ist ja bekannt (coffee = hot), schließlich muss man sich als Hersteller gegen etwaigen Klagen unzufriedener Kunden absichern, aber manchmal schießen die dann doch etwas über das Ziel hinaus. Hier also die Top 3 der dümmsten Hinweise:
3. On Tesco’s Tiramisu dessert:
“Do not turn upside down”
(printed on bottom of box)
2. On packaging for a Rowenta iron
“Do not iron clothes on body”
1. Instructions for folding up a portable baby carriage
“Step 1: Remove baby”
Euch viel Spaß in Köln, Dublin und Costa Rica…
Comments:
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wie lang biste denn jetzt eigentlich noch vor Ort? wollte dir eigentlich noch meinen lonely planet für NZ schicken aber das wird jetzt wohl knapp werden. das hübsche weiße ding kenn ich ürbrigens, die kiwis haben in singapur geshopped,..den preis den die gezahlt haben sag ich dir jetzt lieber nicht ;) aber kohle spielt ja jetzt eh keine rolle mehr nach dem warmen geldregen
— martin 1524 days ago #